Wer Klimaziele aufweicht, schwächt die Wirtschaft.
Sie auch? Zeigen Sie, dass dieses Papier nicht für Sie spricht:
Hintergrund und Einordnung
Kernpunkte der neuen DIHK-Position:
Abkehr von Klimazielen: Aufgabe verbindlicher, jahresscharfer Zwischenziele.
Energiewende ausbremsen: Infragestellen der Ausbauziele für erneuerbare Energien und Effizienz.
Hinterfragen der Klimaneutralität 2045: Klimabemühungen an Wettbewerber koppeln und nationale Ambition senken.
Abschwächung der Ambition im Emissionshandel: ETS nicht mehr an Klimazielen ausrichten.
Kritikpunkte aus Unternehmenssicht
1. Unsicherheit statt Planungssicherheit
Der Verzicht auf klare Ausbauziele und verbindliche Zwischenziele erschwert Investitionen. Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen – keine „atmenden“ Zielsysteme ohne Orientierung.
2. Klimaschutz als wirtschaftliche Chance
Das Papier stellt Transformation primär als Belastung dar. Es ignoriert, dass Klimaschutz Märkte schafft, Innovation antreibt und Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit ist. Die Kosten des Nichthandelns bleiben weitgehend unberücksichtigt.
3. Riskante politische Signale
Die Idee, nationale Ziele an das Verhalten anderer Länder zu koppeln oder bei ausbleibendem Fortschritt abzuschwächen, untergräbt internationale Glaubwürdigkeit und Investitionssicherheit.
4. Einseitige Technologieperspektive
Unter dem Label „Technologieneutralität“ werden bestimmte Optionen bevorzugt (z. B. CCS, Wasserstoffimporte), während bewährte Lösungen wie erneuerbare Energien faktisch ausgebremst werden.
5. Unterschätzte Realität von Unternehmen
Gerade KMU sind auf stabile Rahmenbedingungen und verlässliche Förderstrukturen angewiesen. Diese Perspektive findet im DIHK-Papier keine Berücksichtigung.