Nicht in unserem Namen – Wirtschaft für Klima

Wer Klimaziele aufweicht, schwächt die Wirtschaft von morgen.

Das aktuelle DIHK-Positionspapier „Klimaschutz effizienter erreichen und international abstimmen“ stellt Klimaschutz stark als Kostenfrage dar, relativiert verbindliche Ziele und schwächt zentrale Elemente der Energiewende. Viele Unternehmen sehen das anders.
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Hintergrund und Einordnung

Das DIHK-Positionspapier „Klimaschutz effizienter erreichen und international abstimmen“ wurde Ende 2025 von der Vollversammlung beschlossen und wird seitdem in die wirtschaftspolitische Debatte eingebracht. In Reaktion auf Kritik wurden zentrale Punkte zuletzt weiter konkretisiert.

Die DIHK schlägt vor

verbindliche Klimaziele zeitlich zu flexibilisieren

auf klare Ausbauziele für erneuerbare Energien zu verzichten

Klimapolitik stärker an internationalem Handeln auszurichten und so nationale Ambitionen zu senken

Klimapolitik weitgehend über den Emissionshandel zu organisieren

Diese Perspektive wird von vielen Unternehmen als einseitig bewertet.
Sie berücksichtigt zentrale wirtschaftliche Chancen der wirtschaftlichen Modernisierung zu wenig, unterschätzt die Risiken des Nichthandelns und schafft Unsicherheiten für Investitionsentscheidungen.

Kritikpunkte aus Unternehmenssicht

Aus unternehmerischer Sicht sprechen zentrale Argumente gegen die im DIHK-Papier vertretene Linie:

Der Verzicht auf klare Ausbauziele und verbindliche Zwischenziele erschwert Investitionen. Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen – keine „atmenden“ Zielsysteme ohne Orientierung.

Das Papier stellt Transformation primär als Belastung dar. Es ignoriert, dass Klimaschutz Märkte schafft, Innovation antreibt und Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit ist. Die Kosten des Nichthandelns bleiben weitgehend unberücksichtigt.

Die Idee, nationale Ziele an das Verhalten anderer Länder zu koppeln oder bei ausbleibendem Fortschritt abzuschwächen, untergräbt internationale Glaubwürdigkeit und Investitionssicherheit.

Unter dem Label „Technologieneutralität“ werden bestimmte Optionen bevorzugt (z. B. CCS, Wasserstoffimporte), während bewährte Lösungen wie erneuerbare Energien faktisch ausgebremst werden.

Gerade KMU sind auf stabile Rahmenbedingungen und verlässliche Förderstrukturen angewiesen. Diese Perspektive findet im DIHK-Papier keine Berücksichtigung.

Unternehmen, die frühzeitig in klimafreundliche Transformation investiert haben, sehen sich durch erhöhte Unsicherheit, verzögerte Entwicklungen und mögliche Marktverzerrungen benachteiligt.

Ihre Position zählt!

Die IHKs leben von der Beteiligung ihrer Mitglieder. Wenn Positionen vertreten werden, die Sie nicht teilen, ist es wichtig, das sichtbar zu machen.
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